rethinking sustainable living - Sternquell-Brauerei Plauen
Das rote Backsteingebäude der traditionellen Sternquell- Brauerei ist seit Ende des 19. Jahrhunderts Sinnbild für diesen Standort. Daher soll es auch zukünftig für das neue Quartier identitätsbildend bleiben. Im Herzstück wird zukünftig die organisatorische und kreative Zentrale des ehemaligen Brauereigrundstücks sein. Die EinwohnerInnen Plauens und des zukünftigen Quartiers sind am Prozess beteiligt und werden regelmäßig in Form von Ausstellungen und Debatten involviert und informiert. Die Wurzeln der Sternquell- Brauerei und ihre Geschichte werden transparent und erlebbar gemacht. Nicht nur das Herzstück bleibt bestehen. Insgesamt zwei Drittel der vorhandenen Gebäude auf dem Grundstück werden revitalisiert und in das neue Areal integriert. Dadurch entsteht südlich vom Sternquell-Gebäude eine Grünfläche mit Spiel- und Aufenthaltsplätzen, welcher von den bestehenden Altbauten umspielt wird. Der ehemalige Verwaltungsbau bleibt größtenteils erhalten und dient nun gemeinschaftlichen Zwecken, z.B. als Treffpunkt für ehrenamtliche Vereine. Das ehemalige Werkstattgebäude wird weiterhin für kreative Arbeitsprozesse genutzt- MakerLabs, Atelierräume und kleinere Gewerbeflächen entstehen dort. Von der Innenstadt kommend leitet der neue Häuserblock zur neu angelegten grünen Treppe im Süden, welche in den Platz vor dem Sportforum mündet. Der prägnante, blaue Skelettbau bildet die neue Sporthalle. Nördlich um das Herzstück herum entsteht ein Anger, der sich an der Syra schmiegt und den bestehenden Weg entlang der Wohnblockbebauung auf der anderen Syra-Seite ergänzt. So entsteht ein Quartier, welches bequem mit Fahrrad oder zu Fuß erkundet werden kann. Die massiven Holzbauten östlich des Herzstücks enthalten kleinere Single-Apartments und größere Wohnungen für Familien in den oberen Geschossen, die über kleine Fußgänger-Brücken vom Süden erschlossen werden. Nachhaltige Gastronomie und regionale Geschäfte im Erdgeschoss tragen ihren Beitrag zum zukunftsweisenden Quartier bei. Zwischen den Syra-Wohnbauten öffnet sich das abgestufte Gelände mit einer belebten Treppe hinab zur Syra. Der Blick führt über eine Brücke auf die andere Seite der Syra zum reaktivierten Freizeitpark.